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Frankfurter Buchmesse 2017

Die Frankfurter Buchmesse ist jedes Jahr ein besonderes Ereignis für mich. Dieses Jahr jedoch war ich zum ersten Mal als Fachbesucherin dort. Und zum ersten Mal als (angehende) Verlagsautorin.

 

Ich startete leicht verspätet in den Tag. Mein erster Termin stand für 12:50 Uhr an, weshalb ich mich des morgens nicht groß stressen musste. Durch meine ungute Angewohnheit, nie zu frühstücken, fühlte ich mich dazu verleitet, am Mainzer Hauptbahnhof noch eine kleine Stärkung zu besorgen. Mit gepackter Tasche, Caramalized Pecan Latte und Chocolate Cheesecake Muffin stieg ich also in die S 8.

Die Reise zur Messe Frankfurt bedeutet für mich auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Vor vielen vielen Jahren absolvierte ich eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Unsere Kanzlei hatte ihre Räumlichkeiten im Messeturm. Eine tolle Zeit, an die ich mich gerne erinnere :-)

Angekommen auf dem Messegelände, ließ ich mich zunächst durch die Gänge der Halle 3.0 treiben. Es gab so viel zu sehen! Wann immer ich ein tolles Buch entdeckte oder einen interessanten Stand, blieb ich stehen und machte ein Foto, um mich später daran erinnern zu können. Vor allem für meine beiden Kiddies hätte ich mich dort arm kaufen können ;-) Die Gänge waren erstaunlich voll. Die Fortbewegung war jedoch angenehmer als letztes Jahr, als ich an einem normalen Besuchertag dort war; da musste man sich an einzelnen Ständen richtig durch die Menge quetschen. Das blieb mir diesmal erspart, so konnte man in Ruhe stehen bleiben, wann man wollte und wurde auch nicht weitergeschoben.

Nachdem ich um 12:50 Uhr ein tolles Gespräch führen konnte (ich hoffe, ich kann in naher Zukunft mehr davon berichten), traf ich mich mit meiner Autoren-Kollegin Eva M. Höreth zum Mittagessen. Wir entschieden uns für Pasta und erzählten uns dabei, was wir bisher auf der Messe erlebt hatten. Eva und ich können uns seit dem BuchmesseCon 2014, als jede von uns mit einen Autoren-Tisch vertreten war. Wir stellten damals fest, dass uns Mainz verbindet (mein Wohnort, ihr Arbeitsort) und beschlossen in Kontakt zu bleiben. Für 2018 planen wir eine gemeinsame Lesung in unserem Mainz und erörterten nun die verschiedenen Möglichkeiten. Da Eva letztes Jahr Mama geworden ist, ging es natürlich auch um Kindersitze, nächtliches Durchschlafen und Stillen... Was Mamas eben so zu bereden haben ;-)

 

Frisch gestärkt machte ich mich anschließend auf den Weg zu Halle 3.1. Untwergs musste ich einmal mehr feststellen, wie beliebt Sebastian Fitzek doch ist. Wann immer ich am Stand des Moses. Verlages vorbeiging, war dort eine geduldige Menschenmenge zu erkennen, die auf ein Autogramm / Gespräch / Foto mit ihm warteten. Und Sebastian sah stets gut gelaunt aus. Respekt, nach so vielen Stunden! Hier ging es übrigens nicht um einen neuen Thriller aus Fitzeks Feder, sondern um ein Spiel, das nach seiner Idee entwickelt wurde: Safehouse. Ich glaube, das kommt auf den Weihnachtswunschzettel. Schließlich sind meine Family und ich immer auf der Suche nach guten Spielen, mit denen wir die grauen Winternachmittage verbringen können.

 

In Halle 3.1 - einige Rolltreppenfahrten über 3.0 - ging es etwas ruhiger zu. Hier trieben sich also die "Erwachsenen" herum. Bei Droemer Knaur fand ich eine meiner Lieblings-Buchreihen: Outlander (hier bitte tausend Herzchen-Augen-Smileys vorstellen).

 

 

Um 14:30 Uhr fand am Stand des Verlages Droemer Knaur außerdem ein Gespräch mit Markus Heitz zu seinem zweiten Wédora-Band statt. Seine Buchvorstellung war amüsant wie immer. Keine Ahnung, wie er das macht. Die Zeit vergeht wie im Flug und man hat sofort Lust, jedes Buch von ihm zu kaufen und die von ihm erwähnten Figuren näher kennzulernen. (Zuhause habe ich mir direkt Wédora auf den Kindle geladen, den ersten Band. Den habe ich nämlich noch nicht gelesen. Sollte man tun, wenn man heiß ist auf Band 2).

 

Anschließend begab ich mich zurück in Halle 3.0 zu meinem allerallerallerliebsten Verlag: dem Sternensand Verlag. Jaaaaa! Endlich durfte ich meine Verlegerin Corinne, ihren Ehemann und meine Autoren-Kolleginnen (u. a. die tolle Fanny Bechert) persönlich kennenlernen. Natürlich waren auch einige Blogger vor Ort. Noch kenne ich nicht alle Namen, das wird sich bestimmt bald ändern ;-) Es war ein tolles erstes Kennenlernen, zu dem glücklicherweise auch eine Runde Sekt gehörte. Ich freue mich unglaublich, dass Corinne meine Elayne in ihren Verlag aufgenommen hat. Der Sternensand Verlag macht wunderschöne Bücher! Jedem einzelnen merkt man das Herzblut an, das Autorin und Verlegerin hineinstecken. Wer jetzt neugierig ist, sollte sich unbedingt auf der Homepage des Verlages umschauen ;-)

 

http://sternensand-verlag.ch/

 

Mit meiner Verlegerin, C. M. Spoerri (Bildquelle: ihre Facebook-Seite)
Mit meiner Verlegerin, C. M. Spoerri (Bildquelle: ihre Facebook-Seite)

 

Eigentlich hatte ich geplant, nach diesem tollen Abschluss die Heimreise anzutreten. Aber ich wusste, dass noch eine weitere Buchvorstellung am Droemer Knaur - Stand auf dem Plan stand. Also ging ich nochmal zurück in die Halle 3.1. Sabine Ebert, Autorin der "Hebammen"-Reihe stellte ihr neuestes Buch vor: "Schwert und Krone: Der junge Falke". Hier geht es u. a. um den jungen Friedrich von Schwaben (Barbarossa). Die kleine Ecke meines Herzens, die ganz fest in historischer Hand ist, hüpfte höher, als Sabine Ebert von ihren Recherchen und ihren Erfahrungen im Reenactment berichtete. Ich fand sie so toll, dass ich danach noch ein Autogramm von ihr abholte. Und natürlich musste ich nun auch diese Buchreihe auf meine Bücher-Wunschliste setzen ;-)

 

 

 

Nachdem ich nun so viele Eindrücke gesammelt hatte, war ich müde und bereit für die Heimreise. Ein kleiner Schlenker durch die Kalender-Galerie und dann ging es heim.

 

Es war ein wundervoller Tag. Aus meiner Sicht war an der Orga der Buchmesse nichts auszusetzen. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Jahr! Hoffentlich werde ich dann auch genug Zeit haben, meine Lieblingsautoren bei ihren Lesungen zu besuchen. Denn dann werde ich selbst mit meiner "Elayne" vertreten sein <3

 

 

Wow, 9,2 km! Glücklicherweise taten mir meine Füße danach nicht weh. Aber leider mein Rücken. Merke: nächstes Jahr häufiger sitzen und mehr Wasser einpacken!
Wow, 9,2 km! Glücklicherweise taten mir meine Füße danach nicht weh. Aber leider mein Rücken. Merke: nächstes Jahr häufiger sitzen und mehr Wasser einpacken!

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